Geldscheine in Hosentasche

Gehaltsangabe in der Bewerbung – die tückische Falle

Schicken Sie Ihre Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung bitte bis …

Dieser Satz am Ende einer Stellenausschreibung ist keine Ausnahme mehr, sondern eher die Regel. Es ist ein Satz, der viele potenzielle Bewerber erst einmal fragend zurücklässt. Tatsächlich werfen sich beim Lesen dieses Satzes Fragen auf,  die weder schnell noch pauschal zu beantworten sind:

  • Welche Gehaltsangabe kann ich angeben, ohne dreist zu wirken?
  • Wie viel will ich eigentlich verdienen?

Doch die wichtigste und auch ehrlichste Frage ist jene nach dem eigenen Wertgefühl:

Was bin ich und was ist meine Arbeit wert?

Wenn Sie auf diese letzte Frage eine konkrete Antwort wissen, können Sie sich das Lesen der folgenden Zeilen sparen. Für alle anderen potenziellen Bewerber: Hier gibt es fünf Tipps für die Lösung dieser nicht unbedingt einfachen Aufgabe.

Gehaltsvorstellung: Gehaltstabellen als Richtwert

Um als Berufseinsteiger überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, welches Gehalt branchenüblich ist, sollten Sie auf jeden Fall eine Gehaltstabelle nutzen. Dort sind exemplarisch für alle Berufsgruppen verschiedene Gehälter aufgeführt. Aber Vorsicht: Diese Gehälter variieren oft stark von Region zu Region. Natürlich sollte zum Beispiel jeder Projektmanager, egal ob in Bayern oder Sachsen, das gleiche für seine Arbeit verlangen können. In der Realität sieht das jedoch anders aus. Was in einigen Fällen auch kein großes Problem ist, da sich auch die Lebenshaltungskosten in den einzelnen Bundesländern unterscheiden. Stellen Sie sich vor der Formulierung einer Gehaltsangabe also immer die Frage:

Was bekomme ich für mein Geld in der Stadt, in der ich lebe?

Hier finden Sie eine Übersicht für Hochschulabsolventen (Quelle: www. Staufenbiel.de):

Luft- und Raumfahrtindustrie 40.601 € 46.199 € 55.070 €
Automotive 31.218 € 36.743 € 43.587 €
Pharma / Healthcare 38.458 € 43.092 € 48.781 €
Banken 40.362 € 46.914 € 55.475 €
Consulting 37.331 € 43.494 € 49.481 €
Chemie / Verfahrenstechnik 38.786 € 45.252 € 53.269 €
Versicherung 38.844 € 45.588 € 51.688 €
Maschinenbau 40.962 € 45.514 € 53.084 €
E-Technik 38.420 € 43.915 € 51.756 €
Konsumgüterindustrie 32.829 € 40.764 € 47.868 €
Stahlindustrie 36.451 € 43.838 € 51.531 €
Energiewirtschaft 37.127 € 44.526 € 51.452 €
Finanzdienstleistung 34.147 € 40.662 € 45.802 €
Anlagenbau 39.553 € 45.204 € 52.147 €
Telekommunikation 36.325 € 43.640 € 48.058 €
Umweltschutz / Entsorgung 36.163 € 42.378 € 48.637 €
Wirtschaftsprüfung 30.923 € 38.746 € 44.901 €
Informationstechnik 33.678 € 39.641 € 45.000 €
Logistik 32.400 € 38.327 € 44.208 €
Forschung 33.903 € 40.728 € 44.599 €
Handel 29.602 € 36.365 € 42.789 €
Immobilien 29.602 € 36.135 € 42.652 €
Bauindustrie 43.004 € 49.107 € 59.028 €
Medien 23.578 € 29.716 € 35.959 €
Öffentlicher Dienst 29.725 € 35.750 € 41.188 €
Messe / Kongresse 29.374 € 31.290 € 35.367 €
Tourismus 23.708 € 27.798 € 33.638 €
Marktforschung / Werbung 24.660 € 29.602 € 34.339 €

Was bekommen Sie für Ihr Gehalt?

Es gibt eine Faustregel: Ihre Miete sollte maximal ein Drittel Ihres Gehalts ausmachen, um gut über die Runden zu kommen. Auch das sieht in der Realität natürlich oft anders aus. Es ist dennoch sinnvoll, vor der Formulierung Ihrer Gehaltsvorstellung eine Übersicht zu erstellen.

Wieviel Geld geben Sie im Monat für bestimmte Dinge aus? Miete, Versicherung, Lebensmittel, Auto, Benzin, Handy- und Internetrechnung. Abgesehen von der Miete sind das Kostenfaktoren, die gern als Kleinstbeträge gewertet werden und in der Kategorie „Sonstiges“ landen. Zusammenaddiert sind es aber genau die Kosten, die wichtig für eine realistische Gehaltsvorstellung sind. Denn wenn Sie nur mit den großen Posten (Miete, Lebensmittel) rechnen, werden Sie sich verkalkulieren und Ihre zu niedrige Gehaltsvorstellung wird sich nachhaltig negativ auf Ihre Lebensqualität auswirken. Sie werden sich von Monat zu Monat einschränken und mit jedem Cent kalkulieren müssen. Ein Polster für Rücklagenbildung gibt es ebenfalls nicht. Kommen dann unvorhergesehen Ausgaben hinzu (Stromnachzahlung, PKW Reparatur, defektes Haushaltsgerät usw.), haben Sie ein Problem.

Brutto-Netto-Rechner

GehaltsrechnerViele Berufseinsteiger formulieren eine Gehaltsvorstellung, die im ersten Moment mehr als ausreichend erscheint. 2.000 Euro – ist doch erstmal eine gute Summe für den Einstieg. Aber in Wahrheit ist es nicht gerade die Summe, mit der Sie am Ende des Monats glücklich sein werden. Immer wieder wird vergessen, dass es sich um den Brutto-Betrag handelt. Vor allem bei unverheirateten Berufsanfängern, die in der Regel die Steuerklasse eins haben, gibt es viele Abzüge. Umso weniger bleibt Netto vom Brutto übrig.

Konkret am Beispiel bedeutet das: Ein 25-jähriger Berufseinsteiger aus Sachsen hat bei 2.000 Euro Brutto-Gehalt und Steuerklasse Eins unterm Strich einen Netto-Betrag von 1.348 Euro raus. Also: Nutzen Sie diese Seite unbedingt, bevor Sie Ihre Gehaltsvorstellung formulieren. Die Eingaben sind in zwei Minuten gemacht und können Ihnen dabei helfen, einen konkreten Betrag zu ermitteln, den Sie zum Leben brauchen.

Ihre Qualifikationen – Ihr Mehrwert

Die oben aufgeführte Gehaltstabelle liefert einen guten ersten Überblick, ist aber sicher nicht allgemeingültig. Denn egal, in welcher Branche Sie sich bewegen: Maßgeblich ist immer, welche Qualifikationen Sie zu bieten haben. Haben Sie neben dem Studium besonders gute Praktika gemacht oder wurden spezielle Weiterbildungen durchlaufen, dürfen Sie das gern aufführen und es darf sich auch in Ihrer Gehaltsvorstellung widerspiegeln. Ein gesundes Mittelmaß ist hier der beste Rat, aber Sie sollten sich auch nicht unter Wert verkaufen.

Werden Sie nicht größenwahnsinnig

Die Verlockung ist groß. Sie wollten schon immer mit 4.000 Euro Brutto einsteigen und Sie denken sich: „Warum eigentlich nicht? Was soll schon passieren?“ In einigen Branchen ist dieses Gehalt vielleicht üblich, aber in den meisten Fällen werden Personalchefs nicht viel mehr tun, als Ihr Anschreiben lesen und danach Ihre Bewerbungsmappe zur Seite legen, wenn die Gehaltsvorstellung überzogen wirkt.

Ja, Ihr Studium ist etwas wert, ebenso wie Ihre Arbeit. Sie sollen nicht leben, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Doch Sie müssen auch bedenken, dass Sie Berufseinsteiger sind. Zwar haben Sie viel Enthusiasmus und Motivation zu bieten, aber eben nur bedingt Erfahrung. Orientieren Sie sich am Branchendurchschnitt. Trifft der vorherige Punkt auf Sie zu und Sie haben mehr Qualifikationen als der Durchschnitt zu bieten, legen Sie bei der Gehaltsvorstellung noch was drauf. Aber werden Sie nicht größenwahnsinnig. Diese Einstellung wird dafür sorgen, dass Sie noch lange auf Ihren ersten Job warten müssen.

Paar spaziert durch Wald

Altersunterschied in einer Beziehung – Problem oder Chance?

Altersunterschied in einer „durchschnittlichen“ Beziehung

Bei heterosexuellen Beziehungen ist der Mann bundesweit im Durchschnitt vier Jahre älter als seine Partnerin. Das liegt schlichtweg daran, dass Mädchen in ihrer persönlichen Entwicklung Jungen ein oder mehrere Jahre voraus sind und sich deshalb bei der Partnerwahl tendenziell an älteren Männern orientieren. Generell ist es heutzutage vor allem gesellschaftlich kein Tabu mehr, wenn einer der beiden Partner deutlich älter ist. Es ist eher seltener geworden, dass beide Partner dem gleichen Alter entsprechen. Ein Altersunterschied, egal wie groß dieser ausfallen mag, kann viele Vorteile, aber auch einige Nachteile in einer Beziehung mit sich bringen. Wenn Sie gerade eine neue Partnerschaft eingegangen sind und sich mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, helfen Ihnen vielleicht die nachfolgend aufgeführten Vor- und Nachteile, wenn es um den Altersunterschied in einer Beziehung geht.

Der wichtigste Verbindungspunkt: Gemeinsamkeiten

Es ist eine Phrase und ein Sprichwort, das manch einer nicht mehr hören kann. Dennoch enthält es ein Fünkchen Wahrheit: Sie sind nur so alt, wie Sie sich selbst fühlen. Soll heißen: Wenn Sie von Beginn an merken, dass Sie und Ihr Partner

  • auf einer Ebene sind
  • die gleichen Dinge für wichtig erachten
  • die gleichen Vorstellungen für die Zukunft haben

obwohl der Partner deutlich jünger oder älter ist, sind diese Gemeinsamkeiten ein ganz wichtiger Punkt, der Sie als Paar verbindet. Machen Sie sich in diesem Fall keine Sorgen über den vermeintlich großen Altersunterschied. Letztlich ist das Alter nur ein Zahl, die jedoch nicht viel über Ihre Beziehung und die Beziehungsqualität aussagt.

Mehr Besonnenheit in der Krise

Außerdem kann der Altersunterschied auch zu einem großen Vorteil werden, wenn es das erste Mal kriselt. Der ältere Partner reagiert im Normalfall gelassener, trifft keine voreiligen Entscheidungen und trägt durch mehr Besonnenheit einer stabilen Partnerschaft bei. Dieses erfolgreiche Krisenmanagement ist in einer Beziehung, in der beide Partner gleich alt und noch sehr jung sind, oft schwierig. Entscheidungen werden aus einem Impuls heraus getroffen, vermeintlich kleine Probleme nicht richtig eingeordnet und im „Eifer des Gefechts“ werden im Streit Worte an den Partner gerichtet, die einem selbst später leid tun, aber den Partner nachhaltig verletzt haben.

Eine natürliche Entwicklung …

Sollten Sie deutlich jünger als Ihr Partner sein und sich große Gedanken über den Altersunterschied machen, stellen Sie sich diese wichtige Frage:

Gab es vielleicht einen Grund, weshalb ich mich in einen älteren Menschen verliebt habe?

Oft kommt es zu dieser Konstellation, weil Sie auch als Single nur selten etwas mit Gleichaltrigen anfangen konnten. Sie haben sich mit anderen Themen beschäftigt, Ihnen erschienen die Probleme gleichaltriger Weggefährten fast schon lächerlich. Sollte dies der Fall sein, brauchen Sie sich keine Gedanken über den Altersunterschied machen. Es ist nur eine logische Konsequenz Ihres Wesens, dass Sie sich für einen älteren und vermeintlich reiferen Partner entschieden haben.

Lieben Sie Ihren Partner?

Ganz wichtig ist, was Sie für Ihren jüngeren oder deutlich älteren Partner empfinden. Solange es das Gesetz zulässt, sollten Sie keinen Gedanken an die Meinung Ihrer Mitmenschen verschwenden. Oft gehen Menschen eine Beziehung mit deutlich großem Altersunterschied nicht ein, weil sie Angst vor der Reaktion ihrer Umwelt haben. Denken Sie immer daran: Wenn Sie in zehn, zwanzig oder noch mehr Jahren auf Ihr Leben zurückschauen, bereuen Sie selten Dinge, die Sie getan haben. Meistens bereuen Menschen die Dinge, die sie nicht getan haben. Beantworten Sie die rhetorische Frage „Lieben Sie Ihren Partner?“ mit einem aufrichtigen „Ja“, spielt alles andere keine Rolle.

Gemeinsame Lebensplanung, Kompromisse, Kommunikation

Aber natürlich gibt es wie bei allen Dingen auch negative Seiten eines großen Altersunterschiedes bei einer Paarbeziehung. Ein großes Problem stellt oft die unterschiedliche Zukunftsplanung dar. Nach der ersten Verliebtsein-Phase kommt irgendwann der Alltag. Nach einiger Zeit kann es sein, dass sich unterschiedliche Ziele herauskristallisieren. Der ältere Partner möchte sesshaft werden, die Familienplanung vorantreiben oder auch ganz einfach Sicherheit.

Egal, ob Sie nun deutlich älter oder jünger als Ihr Partner sind, ist es wichtig, dass Sie sich treu bleiben. Sollte es zu diesem Punkt in Ihrer Beziehung kommen, fragen Sie sich, was Sie möchten. Verfolgen Sie die gleichen Ziele? Können Sie sich mit den Vorstellungen Ihres Partners identifizieren? Wenn Sie für sich entscheiden, noch nicht so weit zu sein, müssen Sie das auch genau so kommunizieren. Es hilft Ihnen und Ihrem Partner nichts, wenn einer von beiden irgendwann für sich feststellt, einen Kompromiss eingegangen sein zu müssen. Kompromisse gehören zum Leben dazu, aber das Leben ist auch eindeutig zu kurz, um einen wegweisenden Schritt im Leben auf eben einem solchen zu begründen.

Gemeinsame Interessen, Freizeit, Freunde

Gleiche Interessen in Beziehungen

In diesem Zusammenhang kann ein weiteres Problem auftreten: Verzicht! Es klingt banal, aber oft sind vor allem die unterschiedlichen Vorstellungen in Sachen Sozialleben ein Trennungsgrund. Ihr Partner bevorzugt vielleicht eher die ruhige Geburtstgagsfeier im Familienkreis, während Sie am liebsten mit Ihren Freunden zur langersehnten Party fahren würden. Einer der Partner muss auch hier immer einen Kompromiss eingehen, was nicht unbedingt zu einem Problem werden muss. Vor allem dann nicht, wenn Sie dabei nicht das Gefühl haben auf etwas zu verzichten. Sollten Sie allerdings des Öfteren bei diesen Familienfeiern oder anderen beliebten Aktivitäten Ihres Partners sitzen und das Gefühl haben, etwas zu verpassen, ist das kein gutes Zeichen. Auch in diesem Fall hilft nur Kommunikation, das ehrliche Ansprechen Ihrer Gefühle. Vielleicht stört es Ihren Partner auch gar nicht, wenn Sie öfter allein feiern gehen. Wenn Sie damit ebenfalls kein Problem haben, könnte dies schon die Lösung für das Problem sein. Viele Menschen können sich damit allerdings nicht arrangieren, weil sie bei all diesen Aktivitäten ihren Partner gern an ihrer Seite hätten. Sollte dies der Fall sein, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken machen. Nicht immer ist der Altersunterschied Problemverursacher, sondern manchmal entzweien auch verschiedene Formen der Lebensgestaltung.

Oft belasten auch die Freundeskreise die eigene Beziehung. Es kann vorkommen, dass ein älterer Partner in einer jüngeren Clique nicht akzeptiert wird oder sich im Kreise der Jüngeren schlichtweg unwohl fühlt. Gleiches gilt für einen deutlichen jüngeren Partner, der sich plötzlich in einem Freundeskreis bewegt, der deutlich älter ist. Dieses Problem ist natürlich alles andere als allgemeingültig, kann aber ebenfalls zu einem großen Problem werden. Sie müssen in diesem Fall ganz offen mit der Situation umgehen. Fragen Sie Ihren Partner, warum er sich unwohl fühlt und was Sie daran ändern können. Oder in dem anderem Fall, wenn Ihr Lebenspartner vom eigenen Freundeskreis nicht akzeptiert wird: Fragen Sie Ihre Freunde, was ihr Problem ist und machen Sie ihnen deutlich, dass Sie sehr glücklich sind mit Ihrem Partner. Echte Freunde werden einen Weg finden, damit umzugehen.

Es gibt natürlich zahlreiche weitere Vor- und Nachteile eines Altersunterschieds, die hier nicht aufgeführt wurden. Wichtig sind in jedem Fall nur Ihre Gefühle füreinander und die richtige Kommunikation innerhalb der Beziehung.

Schreibtisch mit Büromaterial

5 Tipps für mehr Resilienz am Arbeitsplatz

Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Kein Wunder. Immerhin sind die Ansprüche an die Arbeitnehmer im Zuge der Digitalisierung gestiegen. Das Arbeitspensum erhöht sich, alles muss noch schneller fertig werden und damit steigt der Stresspegel – egal in welcher Branche. Denn alles steht im Zeichen der Optimierung. Oft vergessen Arbeitgeber dabei jedoch, dass nur eine gut funktionierende Mannschaft auch den erhofften Erfolg bringen kann.

Kurzum: Fühlt sich der Arbeitnehmer gut behandelt, trägt das auch immer zum Profit der Firma bei. Resilienz ist dabei das Stichwort. Die natürliche psychische Widerstandsfähigkeit ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt Arbeitnehmer, die von Natur aus Stress bei der Arbeit nicht an sich heranlassen. Es gibt aber auch Arbeitnehmer, die den Anforderungen in ihrem Job zwar gewachsen sind, Krisen oder Probleme jedoch psychisch nur schwer verarbeiten. Sollten Sie zu diesen Menschen zählen, finden Sie nachfolgend 5 Tipps, um mehr Resilienz aufzubauen.

Eine Frage der Perspektive: Wie gehen Sie mit beruflichen Herausforderungen um?

Menschen, deren individuelle Resilienz nicht sonderlich ausgeprägt ist, neigen dazu, aus der sprichwörtlichen Mücke einen Elefanten zu machen. Neue Herausforderungen und Probleme im Job kennt jeder oder zumindest sollte dies im Idealfall so sein. Immerhin wachsen wir bekanntlich mit unseren Aufgaben. Versuchen Sie, Ihre Aufgaben und Probleme als Chance zu sehen, nicht aber als ein weiteres Hindernis. Denken Sie daran, was es Ihnen bringen könnte, dieses bestimmte Problem zu lösen. Es hilft zudem, wenn Sie versuchen, die sich auftürmenden Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Relativieren lautet das Stichwort. Ganz ehrlich: Von dem aktuellen Problem bei der Arbeit hängt nicht Ihr Leben ab, oder? Das ist Ihr Job, im besten Fall bedeutet das aber nicht, das es alles in Ihrem Leben ist. Falls doch, überdenken Sie Ihr Lebensmodell.

Ihr soziales Leben stärkt Ihre Resilienz

Studien haben bewiesen, dass Menschen mit einer großen Resilienz ein gefestigtes soziales Umfeld haben. Sie kommen aus stabilen Familienverhältnissen mit engen emotionalen Bindungen und/oder besitzen gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen zu Freunden.

Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen nach Karriere streben. Höher, besser, weiter – es geht einfach immer noch ein bisschen mehr. Deshalb ist es oft schwierig, den sozialen Kontakt immer aufrechtzuerhalten. Aber genau diese Zeit sollten, nein, müssen Sie sich nehmen. Besonders stressanfällige Menschen neigen sowieso dazu, Probleme zu nah an sich heranzulassen. Wenn Ihnen dann im privaten Bereich Menschen fehlen, denen Sie entweder von Ihren Problemen im Job berichten können oder die Sie, was noch wichtiger ist, für einen Augenblick die Arbeit vergessen lassen, ist es schwer, diesen Teufelskreis zu verlassen. Konzentrieren Sie sich auf den Job, aber kümmern Sie sich auch um Ihr Privatleben.

Positive Grundeinstellung zum Leben

Das Positive im Leben sehen

Resiliente Menschen haben oft ein gut ausgeprägtes Selbstvertrauen und sehen Herausforderungen eher als positive Chance. Hingegen andere Arbeitnehmer eher dazu neigen, sich selbst schnell in die Opferrolle zu versetzen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie zunächst erst einmal die Sichtweise ändern und eine positive Grundeinstellung zum Leben finden. Erinnern Sie sich an Dinge, die Sie selbst stark machen. Was können Sie besonders gut? Was zeichnet Sie aus? Und ganz wichtig: Wie können Sie diese Stärken möglichst gewinnbringend im Job einsetzen? Versuchen Sie, nicht hinter jeder Herausforderung eine Möglichkeit zum Scheitern zu sehen. Verstehen Sie die Aufgaben lieber als Chance, etwas Neues zu erreichen und sich damit persönlich weiterzuentwickeln.

Realistische Ziele stecken

Werden Sie sich bewusst, was Sie wollen. Jeder hat Träume. Die Frage ist nur: Lohnt es sich, diesen hinterzujagen oder sind sie schlichtweg unrealistisch? Stecken Sie sich realistische Ziele, überlegen Sie, wie Sie diese erreichen können und verfolgen Sie Ihre Ziele konsequent. Manche Arbeitnehmer neigen dazu, in einem kurzen Zeitraum gleich ihren ganzen Karriereplan verwirklichen zu wollen. Die logische Konsequenz: Viele scheitern, weil die Vorstellungen einfach unrealistisch sind und beginnen dann, an sich selbst zu zweifeln. Machen Sie nicht den Fehler, den zweiten vor dem ersten Schritt machen zu wollen.

Etwas Neues machen

Viele Menschen sind, bedingt durch ihren kraftraubenden Job, in den Mühlen des Alltags gefangen. Aufstehen, arbeiten, schlafen. Das Wochenende wird ebenfalls mit Arbeit verbracht oder dazu genutzt, daheim auf dem Sofa Energie zu tanken. Dabei würde es vielen Menschen viel mehr bringen, einmal die gewohnten Pfade zu verlassen und einfach etwas Neues zu machen. Das kann ganz einfach ein neues Hobby sein oder eine Aktivität, die Sie schon immer machen wollten, aber irgendwie fehlt immer die Zeit. Diese Zeit müssen Sie sich einfach nehmen. Verbringen Sie Ihre Zeit nicht damit, Ausreden zu finden. Machen Sie etwas, das Sie schon immer interessiert hat. Es wird sicher nicht nur Spaß machen, sondern auch für neue Impulse in Ihrem Leben sorgen. Und ganz sicher vergessen Sie dabei auch für einen Augenblick Ihre Herausforderungen am Arbeitsplatz. Diese Form des Energietankens ist weitaus ertragreicher.

Zwei Zettel mit Schrifft bad und good

Selbstverständlich nehmen – gut oder schlecht?

Nach ein paar Jahren ist der eigene Partner eine Person, die einfach da ist. Immer. Man nimmt sie für selbstverständlich hin. Gleiches gilt für den Job, in dem man nun schon seit ein paar Jährchen steckt. Die Kollegen sind immer noch die gleichen Menschen, die eigenen Aufgaben weichen selten von der Norm ab und die Kaffeemaschine steht sowieso immer an der gleichen Stelle. Menschen und Dinge in unserem Leben als selbstverständlich wahrzunehmen, liegt in der menschlichen Natur. Doch was ist eigentlich so schlimm daran, mit der Gewohnheit zu leben und etwas als selbstverständlich zu verstehen? Es gibt ein paar gute Gründe, weshalb es alles andere als negativ ist, etwas als selbstverständlich hinzunehmen.

Das, was Sie haben, ist positiver als Sie denken

Jeder hat es wohl schon mindestens einmal aus dem eigenen Bekanntheitskreis gehört: „Ich will mal raus aus dem Alltag.“ Dagegen ist nichts einzuwenden. Veränderungen sind gut, beruhen aber eben oft auf falschen Beweggründen. Wir Menschen haben die Angewohnheit, Dinge, die immer da sind, mit zunehmender Dauer auch immer mehr in Frage zu stellen.

Da ist der ach so lästige Job auf einmal die grässlichste Sache der Welt. Er spült Ihnen zwar ein ordentliches Gehalt in die Kasse, aber darum geht´s ja nicht. Das hätten Sie überall, sagen Sie sich. Schließlich wissen Sie, was Sie können. Mag sein. Aber bis auf Ihre Kollegen und Ihr Arbeitsgeber ist das noch relativ unbekannt bei anderen Arbeitgebern. Die gleiche Wertschätzung, die Sie in Ihrem Betrieb genießen, bekommen Sie anderswo im Normalfall erst nach Jahren. Also beachten Sie die Kehrseite der Medaille, die erst ersichtlich wird, wenn Sie sich die Medaille von beiden Seiten anschauen. Klar, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber wer immer nur wagt, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit auch öfter daneben. Erinnern Sie sich einfach ab und zu daran: Das, was Sie haben, ist positiver als Sie denken.

Spießige Sicherheit ist keine Schande

Das Spießer-Dasein ist – und das ist kein Scherz – eine der tollsten Arten zu leben. Andere sagen, Sie wären uncool mit Ihrem Nine-to-Five-Job? Na und, vielleicht sind die anderen auch einfach nur neidisch. Warum? Weil Sie Tag für Tag mit entspannter Selbstverständlichkeit zur Arbeit fahren können, keine bösen Überraschungen auf Sie warten und Sie einfach wissen, was Sie im Job und auf dieser Arbeitsstelle erwartet.

Es ist selbstverständlich, dass Sie sich und Ihrem Partner abends die Butterbrote für den nächsten Tag schmieren. Besser als jeden Tag im hippen Bio-Laden ein Vermögen auszugeben. Es ist auch keine Schande jeden Monat brav in die Rentenkasse einzuzahlen. Sie müssen jetzt leben. Hier und Jetzt. Schon klar! In 40 Jahren aber eben auch noch. Nicht in einem Ein-Zimmer-Rattenloch, sondern so, wie Sie es sich vorstellen. Spießer sein, bedeutet in dem Fall gute Vorkehrungen zu treffen. Ach ja, das Spießer-Dasein. Ein himmlischer Weg zu leben.

Wahre Liebe ist so selbstverständlich, weil du Sie nicht in Frage stellst

Beziehungsleben. Machen wir uns nichts vor: Es kommt der Punkt, da ist die rosarote Brille der ersten Verliebtheit Vergangenheit. Sie entdecken die ersten Macken an Ihrem Partner. Nicht jeder Abend ist mehr mit absolut tollen, revolutionären Aktivitäten verplant, die Couch tut es mittlerweile auch. Und ja, nach einiger Zeit ist die Person an Ihrer Seite, die Sie trotz all ihrer Macken immer noch herrlich zum Lachen bringen kann, so etwas wie selbstverständlich.

Sie kocht Ihnen jeden Abend den Lieblingstee, sonntags steht Eltern-Besuch auf dem Plan und Mittwochabend geht’s zusammen ins Fitnessstudio. Die erste Verliebtheit und die rosarote Brille werden zu „damals“ und es schleicht sich Alltagstrott in die Beziehung ein. Alles wird zur Selbstverständlichkeit. Jetzt wird über Trennung nachgedacht. War das denn wirklich alles, was von einer Beziehung zu erwarten ist? Dann kommt vielleicht die Trennung. Weil die Action fehlt. Der besondere Moment.

Spannung verlieren durch SelbstverständlichkeitenViele Menschen sagen dann, es hat nicht mehr gepasst. Falsch! Vielleicht, und das kann nur jeder selbst beurteilen, hat es sogar super gepasst. Doch Sie wussten, dass das Selbstverständliche die Überraschungen, das Unerwartete mittlerweile verdrängt hat. Doch was ist falsch daran, als eingespieltes Team durch die Welt zu gehen, zu wissen, wann es Zeit ist für den Lieblingstee des anderen? Und was ist falsch daran, jeden Mittwoch gemeinsam ins Fitnessstudio zu rennen? Nichts. Also, quälen Sie sich nicht mit der Frage, ob aus Ihrer Beziehung die Spannung raus ist. Wenn die Spannung durch Sie-Selbst-Sein ersetzt wird, kann es sich auch einfach um Liebe handeln. Sie müssen sich nicht jeden Tag anstrengen. Lassen Sie sich fallen, gucken Sie in die Augen Ihres Partners und freuen Sie sich darüber, jemanden an Ihrer Seite zu haben, der dazugehört. Einfach so. Selbstverständlich.

Partner-Tattoo auf Händen, Vogel und Käfig

Fernbeziehungen – 5 Tipps, damit die Sehnsucht nicht zur Qual wird

Fernbeziehungen sind in einer Zeit, in der Karriere für viele Menschen wichtig ist, kein Novum mehr. Nicht immer beginnt die Fernbeziehung als solche. Manchmal entsteht die räumliche Trennung durch einen beruflich bedingten Umzug. Fernbeziehungen sind selten gewollt, vielmehr zwangsläufig bedingt. Beziehungen, in denen beide Partner sich nur am Wochenende sehen oder gar noch seltener sind vor allem am Anfang eine harte Belastungsprobe. Die Sehnsucht tut weh, stärkt das Verlangen, dem Partner nahe zu sein. Gleichzeitig versuchen beide Partner ihr eigenes Leben nicht zu vernachlässigen und die Gedanken an den Liebsten oder die Liebste nicht zum dominierenden Faktor werden zu lassen. Oft scheitern Fernbeziehungen deshalb, weil beide Partner vorher nicht offen kommuniziert haben – über ihre Ängste und ihre Wünsche, wie dieses Beziehungsmodell funktionieren soll. Wir haben für Sie 5 Tipps, die Ihnen helfen werden, Ihre Fernbeziehung nicht nur zu akzeptieren, sondern ihr vielleicht auch einige positive Aspekte abzugewinnen.

Vertrauen – die elementare Voraussetzung

So banal es auch klingen mag: Ohne tiefes Vertrauen wird eine Fernbeziehung nicht funktionieren. Vertrauen ist in jeder zwischenmenschlichen Beziehung von immenser Bedeutung. Vor allem für Liebende, die sich nur selten sehen, sollte tiefes Vertrauen schlichtweg von Beginn an vorhanden sein. Immerhin weiß der Andere nie wirklich, wo sich sein Partner aufhält. Und mit wem.

Wenn auf eine Nachricht ein paar Stunden lang mal keine Antwort erfolgt, sollte das keine Panik verursachen oder Unsicherheiten auslösen. Sonst führt diese Situation schnell zur gegenseitigen Kontrolle und ist Gift für jede Liebe. Sollten Sie von Beginn an Zweifel in diesem Punkt haben, zögern Sie nicht, es anzusprechen. Kommunizieren Sie Ihre Ängste offen. Oft reicht schon ein Gespräch mit dem Partner, um die eigenen Unsicherheiten zu beseitigen.

Kommunikation schafft Nähe

Kommunikation in Fernbeziehungen

Die wohl schwierigste Aufgabe in einer Fernbeziehung ist, trotz der räumlichen Distanz auch am Alltag des anderen stetig teilzuhaben. Das ist wichtig, denn dieser Alltag und das Teilen von Erlebnissen, wenn auch nur in verbaler Form, schafft Nähe. Es gibt beiden Teilen das Gefühl, ein wichtiger Teil im Leben des Anderen zu sein und nichts zu verpassen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass beide Partner täglich kommunizieren. Das müssen nicht immer stundenlange Skype-Anrufe sein. Es reichen auch mal nur ein paar Nachrichten am Tag, um sich kurz auszutauschen. Vereinbaren Sie vielleicht einen festen Zeitpunkt in der Woche, an dem Sie ausführlich skypen oder telefonieren. Dann gibt es viel zu erzählen, viel zu teilen und Vieles, worüber Sie sich mit Ihrem Partner freuen können.

Kleine Rituale mit dem besonderen Menschen teilen

Daran anknüpfend ist es auch von Vorteil, wenn Sie und Ihr Partner sich gemeinsame Rituale schaffen. Wie schon erwähnt, kann das ein fester Zeitpunkt in der Woche sein, an dem länger geskypt wird. Es können aber auch andere kleine Gesten sein, die nur Sie und Ihr Partner verstehen. Mit dem ein oder anderen Ritual vermitteln Sie Ihrem Partner, dass er/sie trotz der Distanz noch immer die Nummer Eins und damit etwas Besonderes für Sie ist. Es ist etwas, das nur Sie beide miteinander teilen und etwas, was deshalb exklusiv ist. Das Gefühl von Exklusivität ist vor allem in einer Fernbeziehung von immenser Bedeutung.

Gesunde Balance zwischen Partnerschaft und eigenem Ich

Die Gedanken sind beim Partner, obwohl heute Abend eigentlich die Geburtstagsparty des besten Freundes ansteht. Machen Sie nicht den Fehler und hängen Sie am Telefon, um Ihrem Partner jedes Detail der Party zu schildern. Das können Sie danach immer noch tun. Machen Sie sich bewusst, dass eine gesunde Beziehung nur dann funktionieren kann, wenn jeder sein eigenes Leben lebt, es nicht vernachlässigt und trotzdem genug Raum für den jeweils Anderen im Leben einräumt. Oft jagen Partner in einer Fernbeziehung zu sehr dem Gefühl nach, ständig und in jeder Minute auch irgendwie dort zu sein, wo der Liebste gerade ist. Das führt schnell zur sozialen Isolation, zum Vernachlässigen des eigenen Freundeskreises und der eigenen Prioritäten. Lieben kann nur der, der sich selbst liebt.

Vorteile von Fernbeziehungen bewusst machen

Eine Fernbeziehung ist vor allem eine Ansammlung von unheimlich vielen Momenten der Sehnsucht. Sie kann aber auch eine Chance für beide Partner sein, vielleicht sogar ein Segen. Viele andere Paare hadern oft mit den Mühlen des Alltags, mit dem sich ständig wiederholenden Bekannten. Die Euphorie vom Beginn der Beziehung ist weg, es überwiegt die Gewohnheit. Das kann in einer Fernbeziehung schlichtweg nicht passieren.

Nicht Gewohnheit, sondern Vorfreude ist das dominierende Gefühl. Am Wochenende wissen Sie, ist es endlich so weit, Sie sehen Ihren Partner wieder. Da ist sie wieder – die Euphorie, die viele Paare leider nur am Anfang ihrer Beziehung erleben. Sie haben sie ständig, nämlich immer dann, wenn das Wiedersehen vor der Tür steht. Eher ein Segen, denn ein Fluch. Außerdem ist es von großem Vorteil, dass Sie nie das Gefühl haben werden, eingeengt zu sein.

Beide Partner gehen ihren Verpflichtungen an jeweils unterschiedlichen Orten nach, sind frei und wissen trotzdem, wo sie hingehören. Sie werden selten oder gar nie das Problem haben, sich zwischen einem Abend mit Ihren Freunden und einem Kinodate in vertrauter Zweisamkeit entscheiden zu müssen. Sehen Sie diesen Aspekt Ihrer Fernbeziehung als einen großen Pluspunkt und vor allem: Nutzen Sie die Zeit ohne Ihren Partner für sich selbst und warten Sie nicht den ganzen Tag auf eine Nachricht Ihres Liebsten.

Frau mit Laptop

Fünf Dinge, die eine Führungskraft ausmachen

In fast jeder Branche gilt: Wer Karriere machen will, muss Führungskompetenzen besitzen. Die Anforderungen sind in den letzten Jahren gestiegen und die Konkurrenz ist groß. Als Führungskraft müssen Sie nicht nur herausragende fachliche Qualifikationen vorweisen, sondern vor allem mit sozialen Kompetenzen überzeugen. Wir nennen Ihnen fünf Aspekte, die eine gute Führungskraft ausmachen.

1. Empathie als Motivator

Bestimmt sein, aber dennoch Empathie zeigen – das ist die große Kunst, die gute Führungskräfte beherrschen müssen. Das heißt nicht, dass Sie mit den Mitarbeitern, die in der Hierarchie unter Ihnen stehen, feste Freundschaften knüpfen sollen. Doch der Erfolg einer Führungskraft – und damit auch die Einsatzbereitschaft der Angestellten – hängt wesentlich davon ab, ob sich Mitarbeiter verstanden fühlen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Mitarbeiter, versuchen Sie Missstände und Unzufriedenheit früh zu erkennen, um gegensteuern zu können. Nichts ist schlimmer, als das Gefühl, sich nicht verstanden oder schlecht behandelt zu fühlen. Zeigen Sie Empathie und machen Sie dennoch deutlich, dass die Entscheidungsgewalt am Ende bei Ihnen liegt.

2. Entscheidungsfähigkeit

Entscheidungen treffen gehört zum Alltag einer Führungskraft. Das verlangt fachliche Qualifikation, Mut und strategisches Kalkül. Als Führungskraft müssen Sie dem Druck gewachsen sein; Sie tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Die Entscheidungsfähigkeit ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb Sie diese Position innehaben und Sie auch besser verdienen als Ihre Mitarbeiter. Die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen ist jedoch nicht nur für den Erfolg eines Unternehmens wichtig. Sie trägt vor allem wesentlich dazu bei, dass Sie als Vorgsetzter auch mit dem dazugehörigen Respekt von Ihren Mitarbeitern betracht werden. Fehlt Ihnen diese Eigenschaft, trägt das nicht nur dazu bei, dass Sie weniger geschätzt werden. Es kann auch dazu führen, dass den eigenen Mitarbeitern Ansagen fehlen, Dinge unklar sind und bleiben. Definieren Sie Ihre Ziele deutlich, wiederholen Sie diese in regelmäßigen Meetings und scheuen Sie sich nicht davor, Entscheidungen zu treffen. Auch wenn diese in viele Fällen unpopulärer Natur sein mögen – das gehört zu Ihrem Job als Führungskraft.

3. Einsatzbereitschaft und Interesse

Natürlich liegt es im Ermessen einer jeden Führungskraft, in welchem Maße sie sich an den täglichen Arbeitsabläufen beteiligt. Es gibt Chefs, die in ihrem Büro ausharren, nur Entscheidungen treffen und sich weitestgehend von ihren Mitarbeitern abkapseln. Das ist ein Führungsstil. Doch in Zeiten, in denen Hierarchien immer flacher werden und Entscheidungsprozesse schneller ablaufen müssen, weil die Konkurrenz groß ist, ist ein mitdenkender Chef Gold wert. Sie geben ohnehin den Ton vor, formulieren die Zielstellung. Sich mehr an firmeninternen Prozessen zu beteiligen, hat zum Einen den großen Vorteil, dass Sie immer sofort wissen, ob Ihr Team das Ziel im Blick behält. Es garantiert aber vor allem, dass Sie das vorleben, was Sie selbst von Ihren Mitarbeitern erwarten: Einsatzbereitschaft! Seien Sie aktiv, fragen Sie öfter nach, ob alles planmäßig veräuft, regen Sie neue Denkwege an. Nichts ist schlimmer für Arbeitnehmer, als das Gefühl zu haben, dass es den eigenen Chef nicht interessiert, was im Großraumbüro eigentlich passiert. Nur durch das Signalisieren Ihrer eigenen Einsatzbereitschaft wecken Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter.

4. Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Kommunikation als Führungskraft

Eine Führungskraft sollte nicht nur in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen. Ebenso wichtig ist es, diese Entscheidungen richtig zu vermitteln. Kommunikationsstärke ist in jeder Führungsposition von enormer Bedeutung – sowohl intern als auch extern. Aber Achtung! Verwechseln Sie Kommunikationsstärke nicht mit Rechtfertigung. Natürlich müssen Sie Ihren Mitarbeitern keine Rechenschaft ablegen, weshalb Sie diese oder jene Entscheidung getroffen haben. Wichtig ist es jedoch, dass Sie wichtige Informationen kommunizieren. Auch hier zählt: Hat ein Mitarbeiter das Gefühl, ein Chef ist nicht in der Lage, Informationen und Entscheidungen zu kommunizieren, leidet das eigene Ansehen. Darüber hinaus hängt von Ihrer eigenen Kommunikationsstärke natürlich auch wesentlich der Erfolg der Firma ab. Immerhin sind Sie als Chef die wichtigste Kontaktperson, wenn es darum geht, größere Kunden zu gewinnen. Wenn Sie Ihr Unternehmen mithilfe ausgeprägter kommunikativer Fähigkeiten nicht platzieren und nach außen positiv darstellen können, sind Sie keine gute Führungskraft.

5. Kunde König steht im Fokus

Während all diese Fähigkeiten wichtig sind, damit interne Prozesse möglichst gut ablaufen, hat der Erfolg des Unternehmens immer oberste Priorität. An diesem Erfolg wird letztlich Ihre Fähigkeit als Führungskraft gemessen. Ist Ihr Unternehmen erfolgreich, rechtfertigt das unter anderem auch die eine oder andere unpopuläre Entscheidung. Mitarbeiter erkennen:

Die Entscheidung war nicht gerade toll, aber ich kann nicht abstreiten, dass sie dennoch richtig war!

Sie und Ihr Team sollten daher die oberste Priorität immer im Bereich Kundenorientierung setzen. Überzeugen Sie den Kunden mit guter Arbeit, entstehen längerfristige Kooperationen – ein elementarer Baustein für ein Unternehmen.

Deshalb stellen Sie sich und Ihren Mitarbeitern immer wieder die Fragen:

  • Was will der Kunde?
  • Wie können wir ihm entgegenkommen?
  • Was können wir tun, um ihn längerfristig an unser Unternehmen zu binden?

Generell gilt: Insbesondere als Führungskraft sollten Sie sich diese und ähnliche Fragen stellen, um selbstkritisch zu analysieren. Die Reflexion der eigenen Führungsstrukturen soll keinesfalls Ihrer Verunsicherung dienen, sondern Ihnen neue Wege zur Optimierung eröffnen.

Mann zeigt Daumen nach oben

5 Tipps für mehr Überzeugungskraft

Wir müssen es fast täglich tun, egal ob privat oder beruflich: Überzeugen. Sie wollen Ihren Chef überzeugen, dass Sie der perfekte Kandidat für die Beförderung sind. Sie müssen bei Ihrem Partner Überzeugungsarbeit leisten, was den nächsten Besuch in Ihrem Lieblingsrestaurant angeht. Vielleicht müssen Sie Ihren Kollegen auch ab und zu mal die ungeliebte Nachtschicht aufschwatzen, weil Sie selbst etwas geplant haben. In welchem Lebensbereich auch immer: Wer andere Menschen überzeugen kann, erreicht oft schneller eigene Ziele und meistens auch mehr Erfolg. Das Talent, andere Menschen gut überzeugen zu können, hängt fast immer mit dem eigenen Charisma zusammen. Es gibt einfach Menschen, die haben eine natürliche, überzeugende Wirkung auf ihre Mitmenschen. Wenn Ihnen dieses Talent nicht in die Wiege gelegt worden ist, gibt es ein paar einfache Tipps, die Ihnen zu mehr Überzeugungskraft verhelfen werden.

Überzeugungskraft – fangen Sie bei sich an

Wenn Sie Ihre Mitmenschen überzeugen wollen, müssen Sie zuerst von sich selbst überzeugt sein. Das klingt banal, ist aber enorm wichtig für Ihre Wirkung auf andere Menschen. Wenn Sie an Ihre Stärken und an Ihr Können glauben, wird sich das auf Ihre Körperhaltung und auf Ihre Ausstrahlung wirken. Es ist sozusagen die Basis Ihrer Überzeugungskraft. Wenn Sie nicht von sich überzeugt sind, werden Ihnen die folgenden Tipps wenig weiterhelfen. Denn Ihr Gegenüber wird immer merken, dass Sie selbst nicht von Ihrem Anliegen überzeugt sind.

Die Kraft Ihrer Stimme – nutzen Sie sie

Die Stimme ist oft entscheidend, wenn es darum geht, ob uns jemand sympathisch ist oder eher nicht. Unbewusst selektieren wir anhand der Stimme die Menschen, mit denen wir uns umgeben. Selbstverständlich lässt sich Stimme nicht wirklich verändern; jedoch kann die Wirkung Ihrer Stimme bedingt von Ihnen beeinflusst werden. Indem Sie bewusst auf Ihre Stimme achten, mit ihr spielen und beim Sprechen bewusst auf den Klang Ihrer Stimme achten, können Sie bestimmte Effekte erzielen. Ein monotoner Vortrag hat wenig Potenzial für große Überzeugungskraft. Nutzen Sie die unterschiedlichen Klangfarben Ihrer Stimme, werden sie mal leiser, betonen Sie wichtige Aspekte Ihres Anliegens, indem auch Ihre Stimme lauter wird. Wenn Sie mit Leidenschaft reden, steigt Ihre Überzeugungskraft.

Blickkontakt zum Gesprächspartner halten

Blickkontakt halten, um zu überzeugen

Es sind die kleinen, vermeintlich beiläufigen Dinge, die Ihnen am Ende auf dem Weg zu mehr Überzeugungskraft extrem weiterhelfen werden. Es fängt damit an, dass Sie Ihrem Gesprächspartner in die Augen schauen. Sie sollen ihn natürlich nicht anstarren, aber er muss merken, dass Ihnen dieser Blickkontakt keineswegs unangenehm ist oder Sie gar unsicher macht. Wenn Sie dem Blick Ihres Gesprächspartners ausweichen, zeigen Sie unweigerlich Schwäche. Sie signalisieren:

„Irgendwie ist mir dabei nicht wohl, ich fühl mich unsicher.“

Und Unsicherheit ist jene Eigenschaft, die Sie am wenigsten benötigen, wenn es um Überzeugungskraft geht. Außerdem versetzen Sie Ihr Gegenüber damit unweigerlich in eine Machtposition. Egal wie unsicher er selbst in das Gespräch gegangen ist, zieht Ihr Gesprächspartner aus Ihrer Unsicherheit seine eigene Stärke und fühlt sich auf einmal überlegen.

Kleider machen Leute

Good things happen, when you are good dressed. Das ist ein Satz, der auf den ersten Blick oberflächlich erscheint, aber wenn man ehrlich ist: Er beinhaltet auch eine große Portion Wahrheit. Eine Studie hat ergeben, dass Spendensammler mehr Erfolg haben, wenn sie gut gekleidet sind. Natürlich ist am Ende nicht Ihre Kleidung entscheidend. Sie sagt auch nicht viel über Ihre eigene Kompetenz aus. Doch Ihr Gegenüber schließt aus ihrer Kleidung vielleicht, wie wichtig Ihnen das Gespräch ist. Außerdem orientiert sich Ihre eigene Körperhaltung auch immer ein wenig an der Kleidung, die Sie tragen. Wenn Sie mit einem Anzug oder Kostüm auftreten, werden Sie automatisch einen aufrechten Gang sowie eine stolze Körperhaltung mitbringen.  Deshalb: Geben Sie sich bei der Kleiderauswahl ruhig ein wenig mehr Mühe.

Gründliche Vorbereitung ist die halbe Miete

Sie wissen, was sie wollen. Sie wissen, wovon Sie ihren Chef oder Ihren Partner im Gespräch überzeugen wollen. Das ist gut, aber noch nicht viel wert. Wenn Sie für sich ein ganz klares Ziel formuliert haben, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie Ihren Gesprächspartner überzeugen wollen. Überlegen Sie, welche Argumente für Ihr Anliegen sprechen und was Ihr Gegenüber dem entgegenbringen könnte. Wenn Sie auf Gegenwind eingestellt sind, können Sie schnell und souverän kontern und damit Ihren Standpunkt stärken. Entwicklen Sie ein überzeugendes Konzept, mit dem Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Sie sollten  allerdings nicht den Fehler begehen, zu sehr an Ihren vorher gründlich ausgearbeiteten Argumenten festzuhalten. Wenn Sie diese statisch runter beten, wirken Sie schnell verkrampft oder Ihre gründlich erarbeitete Argumentationskette klingt wie „runtergeleiert“. Es besteht die Gefahr, dass Ihr Gesprächspartner merkt, wie intensiv Sie sich vorbereitet haben. Das kann dazu führen, dass er diese gründliche Vorbereitung als mangelndes Selbstvertrauen einstuft oder als Verkaufsmasche bewertet. Diese Tatsache kann somit ebenfalls ungewollt zur Stärkung Ihres Gesprächspartners führen und damit wie ein Boomerang auf sie zurückfallen. Also: Bereiten Sie sich gründlich vor, legen Sie sich gute Argumente parat, aber hören Sie Ihrem Gegenüber zu und bleiben Sie flexibel, was die Gesprächsführung anbetrifft.

Verzweifelte Frau mit Uhr als Gesicht

Wenn Arbeitssucht in den Burnout führt – 5 Anzeichen

In unserer Gesellschaft gehört Arbeit zu den bestimmenden Faktoren des eigenen Lebens. Das ist bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar, immerhin muss die Freizeit irgendwie finanziert und der eigene Geist trainiert werden. Daher ist der Begriff Workaholic vielmehr ein bereits geläufiger, denn angsteinflößender Begriff. Oft wird vollkommen unterschätzt, dass Arbeitssucht langfristig krank machen kann.

Was gerne im Alltag und mit einem Augenzwinkern als Workaholic abgetan wird, kann folgenreich sein. Denn oft verbirgt sich dahinter eine gefährlich psychische Krankheit: Arbeitsssucht. Die Gedanken hängen sinnbildlich im Büro fest; das eigene Selbstbild wird nur noch über die erbrachte Leistung im Job definiert und alles andere – vom Sozialleben bishin zu anderen Dingen, die das Leben sprichwörtlich lebenswert machen – sind unwichtig.

Der Arbeitspsychologe Stephan Poppelreuter führte vor zwei Jahren eine Studie zu diesem Thema durch. Das Ergebnis. Rund 400.000 Menschen in Deutschland leiden unter Arbeitssucht. Es ist eine Krankheit, die weitreichende Folgen mit sich bringen kann. Nicht selten geht die Krankheit auch mit psychischen Symptomen wie Schlafstörungen oder Schwindel einher. Arbeiten Sie viel? Vielleicht zu viel? Wir nennen Ihnen fünf Anzeichen, die für eine Arbeitssucht sprechen.

1. Wochenende: Statt Freude plagen Sie Entzugserscheinungen

Es ist Wochenende, das bedeutet Sie haben frei. Aber eigentlich bedeutet das für Sie nur eine örtliche Veränderung. Mit Ihren Gedanken sind Sie eigentlich immer noch im Büro, denken über laufende Projekte, anstehende Arbeiten und Dinge nach, die noch zu erledigen sind.

Egal, wie gut und effizient Sie in der Woche bereits gearbeitet haben, irgendwas lässt Sie nicht zur Ruhe kommen. Abschalten? Das ist für Sie schlichtweg nicht möglich. Sie fühlen sich unwohl bei dem Gedanken, zwei Tage mit Freizeitbeschäftigungen zu verbringen statt zu arbeiten.

Workaholics müssen sich ständig gebraucht fühlen, sie jagen diesem Gefühl fast schon hinterher. Sollten auch Sie an Feiertagen, Wochenenden oder im Urlaub eher das Gefühl haben, einer Zwangspause ausgesetzt zu sein und lieber arbeiten zu wollen, sollten Sie sich erste Gedanken über Ihr Verhältnis zur Arbeit machen. Vor allem in Führungspositionen neigen Betroffene dazu, keine anderen Gedanken fernab der Arbeit mehr zuzulassen.

2. Keine Erholungsphasen

Statt Mittagspause zu machen, bleiben Sie vor Ihrem Rechner sitzen. Wenn Ihre Kollegen das Büro verlassen, heißt das für Sie nur, dass jetzt Ihre „zweite Schicht“ beginnt.

Workaholics kennen keine Erholungspausen, sondern versuchen ihr Schlafdefizit eher mit Nikotin, Kaffee oder sogar mit Tabletten zu kompensieren. Sie akzeptieren unbezahlte Überstunden nicht nur, sie nehmen sie fast schon gern in Kauf. Im Bewusstsein eines Workaholics ist es selbstverständlich, rund um die Uhr für den Job da zu sein. Alles andere widerspricht dem Selbstverständnis von Arbeit. Der Job wird zum einzigen, unverzichtbaren Bestandteil des eigenen Lebens.

Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiedererkennen, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken machen. Jeder hat mal stressige Zeiten im Büro, so dass beispielsweise für die Mittagspause keine Zeit bleibt. Das kann passieren, sollte aber eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Wenn diese Angewohnheit für Sie bereits zur Normalität geworden ist, sollten Sie versuchen diesen Bann schnellstmöglich zu durchbrechen.

3. Übertriebener Perfektionismus

Jeder will gut sein in seinem Job, immer seine beste Leistung zeigen. Das ist normal, vor allem in einer Leistungsgesellschaft, in der Fehler viel schneller bestraft und Karriereleitern in viel kürzerer Zeit erklommen werden. Doch Workaholics sind damit nicht zufrieden; eigentlich sind sie mit ihrer eigenen Arbeit nie zufrieden. Sie neigen zu übertriebenem Perfektionismus und stellen Ansprüche an sich selbst, die sie selten oder kaum erfüllen können.

Vor allem in Branchen, in denen sich viele Workaholics tummeln, neigen diese auch oft unbewusst zu Vergleichen. Der Kollege nebenan im Büro sitzt ähnlich lange an seinem Schreibtisch, sucht nach der perfekten Lösung. Sollten viele Ihrer Kollegen diese Arbeitsmoral haben, wird sie schnell zum eigenen Gradmesser, zur Normalität. Das Streben nach Perfektionismus kennt kein Ende mehr.

Trifft das bei Ihnen auch zu? Falls ja: Damit bewegen Sie sich in einem Teufelskreis. Werden die sich selbst gesetzten Ansprüche nämlich einmal nicht erfüllt oder besticht der Kollege durch bessere Ideen, bestrafen sich Workaholics selbst, in dem sie noch mehr arbeiten. Aus diesem Teufelskreis zu entfliehen, ist oft nur sehr schwer möglich.

Burnout und Depressionen4. Abkapseln aus dem sozialen Umfeld

Irgendwie finden Sie immer eine Ausrede. Egal, ob es um ein Familientreffen oder ein Abendessen mit Freunden geht – die Arbeit steht an erster Stelle, es gibt ja noch so viel zu tun und vorzubereiten. Immer häufiger schickt das eigene Smartphone die Nachricht raus:

„Sorry, ich schaffe es nicht, zu viel zu tun.“

Wenn Sie Glück haben, besitzen Sie ein gefestigtes Umfeld, eine Familie und einen Freundeskreis, der dieses Verhalten bemerkt und Sie darauf hinweist. In den meisten Fällen jedoch führt dieses Verhalten dazu, dass sich Arbeitssüchtige immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurückzuziehen – bis es zur totalen sozialen Isolation kommt. Ist dieser Punkt erst einmal erreicht, ist die Arbeitssucht bereits weit fortgeschritten. Die Arbeit hat das Leben übernommen. Bei Workaholics, die in einer Beziehung sind, führt das häufig zur Trennung. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sowohl Ihre Freunde als auch Ihr Partner plötzlich in Ihrer eigenen Rangordnung nur noch an zweiter Stelle, hinter Ihrer Arbeit kommen, sollten Sie sich Gedanken machen.

5. Körperliche Symptome

Nicht nur psychisch, auch physisch macht sich eine Arbeitssucht bemerkbar. Betroffene entwickeln in den meisten Fällen Schlafstörungen und klagen über anhaltende Kopfschmerzen. Sind Workaholics daheim, machen sich die bereits erwähnten Entzugserscheinungen auch in Form von körperlichen Beschwerden bemerkbar.

Es kommt zu Herzrasen, Schweißausbrüchen, der Druck der wachsenden Überforderung, das Gefühl nicht genug zu machen – all diese Symptome werden zum größten Feind des eigenen Körpers. Natürlich können diese physischen Beschwerden auch andere Ursachen haben. In jedem Fall sollten Sie die Ursache dafür nicht nur ausfindig machen, sondern auch schnellstens gegensteuern. Wie bei allen psychischen Erkrankungen sind physische Begleiterscheinungen ein Anzeichen dafür, dass Sie die jeweilige Erkrankung bereits ausgebildet haben.

Mann steht vor Tafel mit aufgezeichneten starken Armen

Schlechtes Praktikum? 4 Gründe für´s Durchhalten

Wer ein Praktikum antritt, hat Erwartungen: Neue Dinge lernen, interessante Menschen treffen, eigene Fähigkeiten verbessern und wenn es optimal läuft,  können Sie sogar Kontakte knüpfen für die Zeit nach dem Studium. Doch nicht jedes Praktikum erfüllt diese Kriterien, oft macht sich schnell Unmut mit dem ausgesuchten Praktikumsplatz breit. Und dennoch gilt in fast allen Fällen: Durchhalten lohnt sich – vor allem für Sie selbst. Hier sind vier Gründe, weshalb es sich ab und zu lohnt, einfach mal durchzuhalten.

Sie investieren in Ihre Referenz!

Sind wir ehrlich: Ein Praktikum bringt monatlich im besten Fall ein paar zusätzliche Euro, oft sind Praktika sogar unbezahlt. Trotzdem gibt es einen guten Grund, sich auf eine unterbezahlte Praktikumsstelle einzulassen: Die Referenz.

Wenn Sie ein unbezahltes Praktikum absolvieren, haben Sie anschließend ein Arbeitszeugnis in der Tasche. Dieses ist mitunter weitaus wertvoller, als ein kleines Taschengeld für das Praktikum. Denn wie jeder weiß: Ohne Nachweise über Erfahrungen im späteren Berufsfeld ist die eigene Bewerbungsmappe so gut wie nutzlos.

Also denken Sie immer daran: Auch wenn Ihnen das Praktikum überhaupt nicht zusagt, rufen Sie das Zeugnis in Erinnerung, das Sie am Ende als Lohn für Ihr  Durchhalten in den Händen halten. Es mag banal klingen, aber vielleicht ist dieses Stück Papier genau dafür verantwortlich, dass sich ein Personalchef für Sie interessiert. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn es sich bei dem Praktikumsplatz um einen großen Namen in der jeweiligen Branche handelt.

Bei zwischenmenschlichen Problemen: Zähne zusammenbeißen

Nicht aufgeben im Praktikum

Manchmal kommt es vor, dass es mit den Kollegen menschlich einfach nicht passt. Das ist häufig in den ersten Wochen so, wenn bei der Praktikumsstelle alles neu und fremd ist. Doch das ist kein Grund, gleich alles hinzuschmeißen. Erstens, weil sich die meisten Praktikanten eigentlich erst nach zwei Wochen allmählich an ihr Arbeitsumfeld gewöhnen. Und zweitens, weil es sich, auch wenn Sie mit den Kollegen partout nicht warm werden, trotzdem lohnt, weiterzumachen. Vor allem dann, wenn Ihnen die Inhalte, mit denen Sie sich im Praktikum beschäftigen, Spaß machen. Wenn Sie merken, dass Sie Ihr Praktikum fachlich enorm weiterbringt, ziehen Sie es unbedingt durch. Vergessen Sie die Kollegen, konzentrieren Sie sich  stattdessen ausschließlich auf die Arbeit. Dann können Sie das Praktikum zur eigenen Entwicklung nutzen und optimal davon partizipieren.

Zu wenig Arbeit: Zeit sinnvoll nutzen

Es mag etwas skurril klingen, aber wenn Ihre Kollegen toll sind, die Arbeit jedoch so gar keinen Spaß macht, sollten Sie Ihr Praktikum trotzdem durchziehen. Warum? Weil Sie selbst im schlechtesten Praktikum und bei den langweiligsten Aufgaben immer noch etwas mitnehmen können.

Natürlich sollten Sie mit Ihrem Praktikumsbetreuer sprechen, wenn die Arbeit keinen Spaß macht oder Sie schlichtweg unterforderst sind. Wenn sich dann nichts ändert, erledigen Sie einfach Ihre Aufgaben. Es wird der Tag kommen, da werden Sie bereits im Berufsleben sein und denken:

„Ach, guck mal. Das habe ich doch im Praktikum schon mal gemacht, hat sich ja doch gelohnt.“

Sollten Sie einfach nichts zu tun haben und auch nach eigenem Bemühen keine Aufgaben bekommen, seien Sie clever und nutzen die Zeit anderweitig. Das mag dreist klingen, aber anscheinend wollen Ihre Chefs, dass Sie rumsitzen. Also nutzen Sie die Zeit und erledigen Sie die Dinge, zu denen Sie sonst nicht kommen. Papierkram, Bewerbungen, Studienangelegenheiten, was auch immer – es gibt doch immer etwas zu tun. Wenn schon nicht in Ihrem Praktikum, dann eben in Ihrem Privatleben.

Etwas durchzuziehen, macht stärker

Es ist wie mit allen Dingen im Leben, die uns auf die Probe stellen: Haben wir sie überstanden, dann oft deshalb, weil wir nicht gleich nach der ersten Hürde aufgegeben haben. Am Ende sind wir stolz auf uns selbst, weil wir die Zähne zusammengebissen und durchgehalten haben. Dieses Gefühl werden Sie auch haben, wenn Sie den letzten Praktikumstag absolviert haben. Vielleicht war es ein Praktikum, das Sie inhaltlich so gut wie gar nicht weitergebracht hat. Vielleicht war es ein Praktikum, das Ihnen aufgrund der Kollegen einfach nicht gefallen hat. Warum auch immer: Sie können stolz auf sich sein.

Frau fasst sich verzweifelt an Kopf

Umgang mit Lebenskrisen

Es gibt unterschiediche Gründe, weshalb Menschen in Krisen stürzen. Manche Menschen verlieren ihren Job und sehen plötzlich ihre Existenz bedroht. Andere verlieren durch eine Trennung ihren sicher geglaubten Halt. Egal, welche Ursache eine solche Lebenskrise hat: Auslöser ist meist eine Sicherheit, die auf einmal weg ist.

Der Plan für das eigene Leben schien gemacht, doch auf einmal fällt dieser eine, für sie so wichtige Baustein einfach weg. Ratlosigkeit und oft auch Hilflosigkeit führen dann in Lebenskrisen, aus denen es zunächst keinen Ausweg zu geben scheint. Doch diese Krisen, so schmerzhaft sie auch sein mögen, können auch wichtig sein im Leben. Sie dienen dazu, die eigene Persönlichkeit zu stärken und bestärken Sie darin, auch in schwierigen Zeiten an Ihren anderen Zielen festzuhalten. Wir nennen Ihnen fünf Gründe, weshalb eine Lebenskrise auch immer neue Chancen für Sie bedeuten.

1. Sie lernen Ihre eigenen Grenzen (wirklich) kennen

Ein Schicksalsschlag stellt vor allem die eigene Belastbarkeit auf eine harte Probe. Zunächst stürzen Menschen in einen Zustand der Hilflosigkeit. Gefühle überlagern sämtliche rationale Gedanken. Das ist normal. So schmerzhaft dieser Prozess auch sein mag – er ist wichtig für die eigene Persönlichkeit. Denn durch jene Krisen erfahren Sie erst, welche Kraftreserven eigentlich in Ihnen stecken. Am Anfang war der Gedanke:

„Das überlebe ich nicht!“

Dann stellen sie fest:

„Ich habe es überlebt und ich bin stärker denn je zuvor.“

Sie werden herausfinden, dass diese Krise Ihnen bewusst gemacht hat, wo Ihre vermuteten und tatsächlichen Grenzen liegen. Sie sind in der Lage, viel mehr zu leisten, als angenommen. Zu dieser Erkenntnis gelangt ein Mensch nur, wenn er echte Krisen durchlebt hat.

2. Sie erkennen die alten & neuen PrioritätenUnterstützung suchen bei Lebenskrisen

Wenn Sie in eine Lebenskrise geraten, ist am Anfang alles nur grau. Sie sehen in vielen Dingen keinen Sinn. In vielen Fällen stellt sich auch eine Art Gleichgültigkeit ein. Alltägliche Dinge verlieren an Bedeutung und es fällt schwer, regelmäßigen Verpflichtungen adäquat nachzukommen. Doch schon bald, nachdem die ersten harten Wochen überstanden sind, fangen viele Menschen an, die Geschehnisse zu verarbeiten. Damit ist auch die Erkenntnis verbunden, die Dinge, die Sie in Ihrem Leben haben, anders zu werten. Haben Sie zum Beispiel Ihren Partner durch eine Trennung verloren, bekommen enge Freunde einen ganz neuen, noch viel höheren Stellenwert. Gute Freunde unterstützen Sie, wenn Sie scheinbar am Boden sind, hören Ihnen gern stundenlang am Telefon zu oder versorgen Sie einfach mit Essen, wenn Ihre Lebenskrise Sie noch fest in der Hand hat. Sie erkennen für sich selbst, was wirklich wichtig im Leben ist. Das können Ihre Freunde, die eigene Familie und nicht selten Ihr gesamtes soziales Umfeld sein.

3. Kleinigkeiten werden zur Nebensache

Eine Lebenskrise ist ein einschneidendes Erlebnis. Es hinterlässt Spuren, oft auch seelische Narben. Wie bereits erwähnt, bietet jede Krise eine Chance, sich der eigenen inneren Stärke bewusst zu werden. Es ist aber auch für viele Menschen ein wertvoller Lernprozess, künftig alltäglichen Kleinigkeiten und Ärgernissen weniger Beachtung zu schenken. Sie merken auf einmal, dass es im Leben nicht wirklich wichtig und schon gar kein Grund zum Ärgern ist, ob Sie an der Supermarktkasse mal wieder etwas länger anstehen. Und so führt die große Krise zu der wichtigen Erkenntnis, dass das Leben zu kurz ist, um sich über scheinbar unwichtige Dinge zu ärgern.

4. Lebenskrise – die Chance auf neues Glück

Krisen, egal in welchem Ausmaß, bringen immer eine Veränderung mit sich. Wenn Sie Ihren Job verlieren, haben Sie auf einmal die Möglichkeit, noch einmal von vorn anzufangen. Zwar ist die Sicherheit erst einmal weg, aber damit auch die größte Ausrede, weshalb Sie die berufliche Veränderung vielleicht bisher gescheut haben. Eine Lebenskrise ist damit auch immer eine große Chance, die vielleicht schon ewig schlummernden Träume zu verwirklichen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Gleiches gilt für eine Trennung. So schmerzhaft sie auch sein mag, werden Sie dennoch irgendwann feststellen, dass das Leben als Single auch Vorteile mit sich bringt. Statt Kaffeetrinken bei den Schwiegereltern am Sonntagnachmittag oder das durchaus schöne, aber oft auch eintönige Fletzen auf der Couch sind Sie nun frei. Klar, das war nicht Ihr Ziel und Freiheit definiert sich immer daraus, was Sie aus Ihren eigenen Möglichkeiten machen, aber die Chance ist jetzt da. Verwandeln Sie Ihre Lebenskrise in ein Ereignis, das vielleicht auch zum Überdenken der eigenen Ziele und eigner Ansprüche an das Leben führt. Nicht selten nehmen Lebenskrisen Entscheidungen ab, für die einem in der Vergangenheit der Mut fehlte.

5. Den Schmerz akzeptieren und sich selbst finden

Wie schnell Sie aus dieser Lebenskrise wieder herausfinden, hängt wesentlich davon ab, inwiefern Sie bereit sind, den Schmerz zuzulassen. Je mehr Sie mit sich hadern und je öfter Sie sich die Frage stellen, warum es gerade sie getroffen hat, desto länger wird dieser Prozess dauern. Gegen die eigene Lage anzukämpfen und sich selbst zu bemitleiden, ist kein guter, wenn am Anfang auch normaler Weg. Sie sollten irgendwann begreifen, dass es nichts bringt, sich gegen diesen Schmerz zu wehren und sich selbst vorzumachen, stark genug zu sein. Das sind Sie, aber jede Krise braucht eben auch Verarbeitungszeit. Diese wichtige Zeit beginnt erst dann, wenn Sie denn Schmerz zulassen und sich mit de neuen Situation auseinandersetzen. Das wird außerdem den Effekt haben – und das ist vielleicht die größte Chance einer Lebenskrise -, dass Sie zu sich selbst finden.