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Wenn du allein glücklich bist, klappt’s auch mit der Liebe

Was hat glücklick sein, mit deiner großen Liebe zu tun? Wieso finden manche Menschen sofort das große Glück und manche wiederrum suchen ihr ganzes Leben vergeblich? Was hat alleine sein, mit Glück zu tun?
Diese und viele andere Fragen, beantworten wir im folgenden Beitrag.


Liebe ist einfach und zugleich die schwerste, weil anspruchsvollste Form der Beziehung, die Menschen haben können. Die Schmetterlinge im Bauch, das Warten auf eine Nachricht und die vielen Stunden zu zweit – eigentlich könnte es doch immer so sein. Doch heute kommt mit der Liebe unweigerlich auch die Angst vor der Trennung ins Spiel. Einige Paare kämpfen, wenn es schwer wird, andere kapitulieren schnell. Nicht selten liegt es daran, dass ein Partner schon vor der Beziehung nicht mit sich selbst im Reinen war. Denn nur du, wenn du glücklich bist, ganz allein du, kannst du auch deinen Partner glücklich und eure Beziehung damit lebensfähig machen.
Doch dafür muss erst einmal definiert werden, was Glück eigentlich ist und ob es nicht sogar der falsche Ausdruck ist. Glück hat immer etwas Allumfassendes, der perfekte Zustand des menschlichen Daseins sozusagen. Doch ist dieser Zustand überhaupt erreichbar? Nutzen wir lieber den zuvor genannte Zustands des mit sich im Reinen sein. Diese Gefühlslage hat mehr mit Zufriedenheit als Glücklichsein zu tun, ist aber entscheidend, ob deine Beziehung von Dauer ist. Du denkst, dass deine eigene Einstellung nichts mit dem Funktionieren deiner Beziehung zu tun hat? Falsch! Hier sind fünf Gründe, weshalb genau das der Fall ist.

Du kannst nicht allein sein? Dann wird dir eine Beziehung auch nicht helfen
Es ist traurig, weil unfair für den anderen Partner, aber leider entstehen Beziehungen immer wieder, weil einer der beiden nicht allein sein kann. Er muss von Menschen umgeben sein, sich stets und ständig mit seinem Smartphone ablenken. Die Ruhe macht diesen Menschen Angst, sie ist quasi ihr größter Feind. Um dieser Ruhe zu entgehen, springen sie in Beziehungen. Oft passiert es sogar unbewusst, dass die vermeintliche Liebe zum Lückenfüller der eigenen Angst vor dem Alleinsein wird. Doch diese Angst wird dadurch nicht beseitigt, sie wird, wenn überhaupt, zeitweise nur zur Seite geschoben. Nicht selten entsteht daraus eine Abhängigkeit zum Partner, du möchtest ihn festhalten, wegrennen vor dem Alleinsein. Doch das hat weniger mit Liebe zu tun und ist, vor allem wenn dein Partner dich wirklich liebt, egoistisch. Es führt auch schnell dazu, dass deinem Partner die nötige Distanz fehlt, der eigene Freiraum. Solche Beziehungen sind eigentlich zum Scheitern verurteilt, im schlimmsten Fall ziehen sie sich über Jahre, bis Nähe und Distanz so weit aus dem Gleichgewicht geraten sind, dass eine Trennung unabdingbar ist.

Dein Partner kann deine Defizite nicht kompensieren.
Ähnlich verhält sich die Eigenart, die eigenen Defizite durch eine Beziehung kompensieren zu wollen. Damit ist nicht zwangsläufig nur die Angst vor dem Alleinsein gemeint. Es ist auch gut möglich, dass du zum Beispiel dazu neigst, schnell den Kopf in den Sand zu stecken, wenn es mal Schwierigkeiten gibt. Dein Partner stellt für dich einen ruhenden Anker dar, der immer da ist, wenn du mal wieder verzweifelst. Er wird nicht selten zum Seelsorger degradiert, zum Antreiber in deiner Beziehung. Keine Frage: Wer liebt, der macht alles für seinen Partner. Aber das sollte nicht dazu führen, dass das eigene Leben in den Hintergrund tritt. Denn wenn du deinen Partner in diese Position drängst, wird er früher später selbst zum Opfer und verliert seine innere Ruhe. Was das bedeutet, weißt du spätestens, wenn du die diesen Text zu Ende gelesen hast.

Dein Partner will nicht dein Ventil sein.
Die Arbeit nervt mal wieder, der Familienstreit, der seit Jahren schwelt, wird auch immer schlimmer und dein bester Kumpel hat dir die geliehenen 200 Euro immer noch nicht zurückgegeben. Es gibt diese Dauernörgler und davon gibt es sogar sehr viele. Sie finden immer etwas, das nicht passt. Hoffe nicht darauf, dass sie sehen, welch Glück sie mit dir haben, weil du das Gemeckere seit Jahren klaglos erträgst. Wenn dein Partner dich oder du deinen Partner eigentlich nur als Ventil für dein ach so schweres Leben brauchst, wird eure Beziehung nicht lange andauern. Schlechte Stimmung wird zum Grundtenor eurer Beziehung, das Positive, nämlich euch beide, gerät schnell in Vergessenheit und der Ärger ist damit vorprogrammiert.

Probleme sind nur halb so schlimm, wenn beide Partner gefestigt sind.
Auch eine Beziehung birgt enorme Herausforderungen, Schwierigkeiten und Alltagssorgen. Diese zu meistern, in schlechten Phasen an eurer Liebe zu arbeiten – all das sind Merkmale, die für eine gute Beziehung sprechen. Aber deshalb ist es umso wichtiger, dass du selbst oder dein Partner nicht schon von Beginn an einen Haufen Probleme mit in die Beziehung bringen. Denn wenn ein Partner nicht mit sich im Reinen ist, wie sollt ihr dann zusammen die ganz alltäglich, ohnehin auftretenden Schwierigkeiten des Alltags meistern?

Deine Sorgen lösen sich nicht durch Liebe in Luft aus
Sich zu verlieben, gehört zu den schönsten Dingen auf dieser Welt. Jeder kennt das Gefühl, diese vermeintliche Schwerelosigkeit und das Loslösen von jeglichen sonstigen Problemen. Doch oft springen Menschen auch in eine Beziehung, weil sie sich von diesem Gefühl erhoffen, alles andere einfach zu vergessen. Probleme werden zur Seite geschoben, der neue Partner wird zum Zentrum deines Daseins und deine ganze Kraft gilt eurer frischen Liebe. Das mag am Anfang schön sein, doch irgendwann kehrt auch in eure Beziehung der Alltag ein und die rosarote Brille werdet ihr irgendwann abnehmen. Die Probleme werden dann immer noch da sein und eure Liebe wird vielleicht, anders als noch in der Anfangszeit, nicht mehr als Sichtschutz fungieren. Also löse deine Probleme zuerst, bevor du dich von diesem tollen Gefühl in Schwerelosigkeit versetzen lässt.

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