Führungsstil, Bunte Buchstaben mit Schrift "Leadership"

Der eine Führungsstil als Königsweg

Wer den „einen“ Führungsstil als Königsweg kennt, kann damit führen. Entspricht das der Wirklichkeit?  Als ich vor ein paar Jahren in Köln auf der Messe „Zukunft Personal“ als Aussteller beim DVNLP eV war, fiel mir bei einem Rundgang über das Messegelände ein Stand auf. Über dem hing ein großes Transparent mit dem Aufdruck „ultimative neue Führung“.

Ultimativ entspringt vom Wortstamm aus dem lateinischen und bedeutet „das letzte“. Oft wird es in Verbindung mit einer Drohung als letzte Aufforderung bezeichnet, um etwas zu tun. In Bezug auf den Führungsstil weist es daraufhin, dass in der langen Entwicklung der Führungsstile dies das letzte und beste Angebot aller Zeiten sein sollte. Ich fand diese Aussage recht selbstbewusst, da sich die Forschung über die Führungsstile permanent weiterentwickelt.

Was bedeutet Führungsstil eigentlich?

„Unter Führungsstil (engl.: leadership behaviour) bezeichnet man in Wirtschaft und Verwaltung die Art und Weise, mit der eine Führungskraft ihre Führungsaufgaben wahrnimmt und ihre Führungskompetenzen ausübt“.

Wikipedia ist für mich eine geeignete Quelle, um Informationen einzuholen. Die Artikel geben einen Überblick über ein Thema, den man über Fachliteratur vertiefen kann. Die Ergebnisse zum Stichwort „Führungsstil“ werden in einer Diskussion, einem demokratischen Prozess zusammengestellt und beinhalten das Fachwissen und die kritische Auseinandersetzung mehrerer Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Wenn du „Führungsstil“ eingibst, erhältst du nicht nur die oben genannte Definition, sondern auch eine Vielzahl von Führungsstilen. Das reicht von autoritär bis laissez-faire, von richtungsbezogen bis gruppenbezogen. Vielleicht findest du deinen eigenen Stil oder den deines Unternehmens in den Beschreibungen wieder.

Führungsstile in den verschiedenen Berufsfeldern

Frau zeigt auf Schrift "Be a leader, not a boss"

Verschiedene Führungsstile

Grundsätzlich lässt sich eine Entwicklung der Führung über die Zeit erkennen. In der Antike gab es die paternalistische Führung, bei welcher der Vater, der Familienälteste, die absolute Gewalt über die ganze Familie hatte. Jedes Familienmitglied, jeder Sklave, musste sich bedingungslos unterordnen. Das ist der älteste Führungsstil, der auch heutzutage in deutlich humanerer Form in traditionellen Familien zu finden ist.

Dieser Führungsstil findet immer noch seine Berechtigung in kleineren Handwerksbetrieben oder in Abteilungen eines Unternehmens, in denen Tätigkeiten nur nach Anweisungen ausgeführt werden. Ein Maurer benötigt eine klare Anweisung, wo und wie er eine Mauer hochziehen soll.

Eine Reinigungskraft braucht eine genaue Anweisung, wo und in welchem Umfang geputzt werden soll. Darüber muss nicht diskutiert werden. Es reicht die Frage der Führungskraft: „Kriegst du das hin?“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer derartigen Umwelt sind irritiert, wenn sie sich einbringen sollen, Ideen entwickeln oder ihren Chef duzen. Sie erwarten eine Hierarchie, in der sich die Leitung entsprechend der Aufgabe verhält. Klar, fair und eindeutig.

Im Vertrieb zählt die Absatzleistung des Einzelnen. Kunden wollen überzeugt werden, Termine eingehalten, im Wettbewerb gewonnen, funktionierende Ergebnisse erzielt werden. Der Einfallsreichtum einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens. In dieser Umwelt ist ein Führungsstil sinnvoll, der kooperativ ist und smarte Ziele vorgibt, deren Erreichung belohnt wird. Autorität wird in solchen Unternehmen besonders durch große Erfolge und Einkommen erzielt.

In Startups oder NGOs (Non-Government-Organisations) wird auf ein gemeinsames, inspirierendes Ziel hingearbeitet. Es gibt in der Regel flache Hierarchien. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit den Eigentümerinnen oder Vorgesetzten gleichgestellt. Alle müssen gehört werden, was die Entscheidungsprozesse manchmal schwierig und langwierig gestalten kann. Entsprechend wichtig für eine Führungskraft ist die Fähigkeit, die Moderation der Gruppe zu übernehmen, die Gruppe zu leiten und einen Konsens zu erzielen. Ein autoritäres Auftreten der Führung, geringe Kommunikation oder zu starke Rationalität führen zur Ablehnung durch die Gruppenmitglieder.

Ebenso wichtig ist ein differenziertes Verhalten gegenüber den einzelnen Gruppenmitgliedern. Neuankömmlinge können integriert und Außenseiter mit in die Gruppe einbezogen werden. Die Leistungsträger werden gefördert und Leistungsschwachen über Ziele und Zuwendung zur aktiven Mitgestaltung hingeführt. Schüchterne sollten ermutigt, Querulanten gebremst, Rädelsführer hinterfragt und integriert werden.

Den ultimativen Führungsstil gibt es nicht

Die Aufgabe einer Führungskraft ist vielfältig und fordernd. Neben fachlichen Aufgaben ist das Erkennen der Werte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Werte des Unternehmens und der Umwelt, in der sich alle befinden sehr wichtig.

Einen „ultimativen“ Führungsstil in diesem Sinne gibt es nicht. Arbeit, Aufgaben, Talente und Stakeholder müssen miteinander verstanden werden. Viele Elemente müssen sinnvoll verbunden werden und erfordern eine hohe Flexibilität von Führungskräften. Daher können wir eher von einem „flexiblen“ Führungsstil als einem ultimativen Führungsstil ausgehen.

Diese Flexibilität ermöglicht es unseren Mentees und Coachees erfolgreich im Beruf zu sein. Rufe uns einfach an, wenn du Anregungen, eine andere Sichtweise oder einen Sparringpartner für deine Führungsposition brauchst. Wir sind gern an deiner Seite und absolut diskret. Mobil 0177 321 78 18

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