Die Preisfalle – soll zwischen Business- und Privatkunden wirklich unterschieden werden?

Viele Coaches denken, dass bei Privatkunden nur sehr wenig Geld genommen werden kann. In meiner Facebook-Gruppe gab es dazu erst eine Diskussion, dass von Businesskunden ja wesentlich mehr Geld verlangt werden kann. Doch warum besteht dieser Glaube?

Heute möchte ich dich sehr gerne eines Besseren belehren und das Thema etwas genauer beleuchten.

Limitierende Glaubenssätze, die Privatkunden betreffen

Ich persönlich höre immer wieder Sätze von Coaches wie:

– Bei uns im Dorf kann ich niemals so viel Geld von den Leuten verlangen

– Ich möchte mich ja nicht unbeliebt machen

–  Der Nachbar nimmt auch nicht so viel

– Wir haben ja nicht so hohe Mieten und das Leben hier ist günstiger

Das sind jedoch alles schlicht und einfach falsche Glaubenssätze, wenn so über das Thema Geld gedacht wird. Warum? Das erkläre ich im folgenden Verlauf.

Ausgaben bei Businesskunden amortisieren sich durch mehr Umsatz, aber nicht bei Privatkunden

Ach wirklich? Ist das so? Lass uns zunächst kurz klären, was genau „amortisieren“ bedeutet. Das heißt, anfängliche Aufwendungen und Investitionen werden durch spätere Erträge wieder gedeckt.

Viele Menschen denken, dass sich die Ausgabe für einen Coach bei Businesskunden amortisiert, da sie durch das gewonnene Wissen mehr Umsatz generieren. Daher kann hierfür ja mehr Geld verlangt werden. Ein weiterer falscher Glaubenssatz ist, dass sich diese Ausgaben bei Privatkunden nicht wieder amortisieren.

Dazu möchte ich dir aber eines sagen: im privaten Bereich zahlt sich die Investition durch Glück und neu gewonnene Lebensfreude aus. Eigentlich sind genau diese Gefühle mit Geld nicht zu bezahlen!

Anschauliche Vergleiche für die Amortisation im Privatleben

Jährlich nehmen unzählig viele Menschen Kredite auf, um einen schönen Urlaub zu verbringen. Laut der Umfrage eines Kreditportals im Jahr 2019 verschuldeten sich rund 8 Millionen Deutsche (also ganze 10 %) durch Ausgaben für ihren Urlaub.

Dieses investierte Geld kommt auch nicht wieder in Form von Geld zurück. Es handelt sich dabei einzig und allein um ein schöneres Lebensgefühl. Das Gefühl ist aber sehr wertvoll und trägt zur Zufriedenheit dieser Urlauber bei.

Viele nehmen sogar jedes Jahr wieder einen neuen Kredit dafür auf. Warum sollte dieses Geld nicht auch mal als Privatkunde für ein Coaching ausgegeben werden, wenn private Probleme bestehen? Profitiert wird auch hierbei von einem Lebensgefühl und einer positiven Veränderung.

Die Investition in einen Urlaub kann andererseits auch verschiedene Schäden auslösen

Plastikmüll am Strand

Plastikmüll

Auf den Malediven werden beispielsweise pro Tag durch Urlauber und Resorts etwa 140 Tonnen Müll. Laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft trägt der weltweite Luftverkehr auch zu 2,8 % der weltweiten CO2-Emissionen bei. Durch die vielen Schifffahrten werden unsere Weltmeere verdreckt und über 1 Million Tiere sterben jährlich am vielen Plastikmüll.

Das heißt also, für einen Urlaub wird nicht nur Geld bezahlt, sondern ein wesentlich höherer Preis. Für mich selbst ist Urlaub natürlich auch sehr wichtig. Es ist aber ein völliger Irrglaube, dass Urlaub unendlich viel mehr wert ist als ein lebensveränderndes Coaching. Ich bin auch kein Umweltapostel, wollte aber mal ein ziemlich anschauliches und reißerisches Beispiel dafür nennen.

Du sorgst als Coach für das Glück und die Lebensqualität deiner Kunden

Es gibt immer Menschen, denen dein Coaching sehr viel Geld wert ist, da sie ihr Leben durch deine Hilfe nachhaltig verändern können. Ein Urlaub ist vergänglich, aber die Resultate eines Coachings bleiben in der Regel ein Leben lang.

Sehr viele Coaches haben sich auf Privatprogramme für Beziehungen, Karriere oder Glück spezialisiert und verlangen locker zwischen 2.000 und 5.000 Euro für ihre Programme. Dabei begleiten sie ihre Kunden dabei, langfristig glücklich zu sein.

Ich möchte gerne mal die folgende Frage stellen: was ist Glück eigentlich wert?

Einige Menschen sind über Jahrzehnte auf der Suche nach ihrem Traumpartner und haben Scheidungen oder Trennungen hinter sich. Mit 50 Jahren gelangen sie auf einmal in den Burnout oder eine Midlifecrisis. Ob ihnen das nicht eine Ausgabe von beispielsweise 5.000 Euro für ein Jahrescoaching wert gewesen wäre? Vielleicht könnten sich diese Menschen durch professionelle Hilfe derartige Probleme ersparen und glücklicher sein.

 

Du siehst also, dass du als Coach wirklich kein schlechtes Gewissen haben musst, wenn du keine Preisunterschiede zwischen Privat- und Businesskunden machst. Ich freue mich sehr, wenn ich dir durch diesen Input etwas die Augen öffnen konnte.

 

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